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Flughafen München - 30 Jahre MUC - kein Grund zum Jubeln!
Bild: Archiv - VCD Freising
Der neue Flughafen München im Erdinger Moos nahm vor 30 Jahren, am 17.05.1992, seinen Betrieb auf - der VCD (Verkehrsclub Deutschland) sieht dies nicht als Erfolgsgeschichte.
Von seinerzeit 12 Millionen Passagieren entwickelte sich der Flughafen München auf – zuletzt vor Corona - 48 Millionen Passagiere.
Auch wenn infolge der Corona COVID-19-Pandemie drastische Einbrüche erfolgten, so nimmt der Flugverkehr jetzt wieder deutlich zu. Dennoch ist eine 3.Start- und Landebahn nicht erforderlich, wäre verheerend für Mensch und Umwelt. Und verbietet sich aus Klimasicht sowieso, so VCD-Kreisvorsitzender Alfred Schreiber.
Obwohl bereits vor knapp 10 Jahren, am 17. Juni 2012, in einem Bürgerentscheid in der Landeshauptstadt München dieses Großprojekt mit 54% deutlich abgelehnt worden war, hängt die Bayerische Staatsregierung weiterhin an diesem Prestigeprojekt. Dabei ist eine 3.Startbahn auch wirtschaftlich längst überholt, denn der Trend geht weg von den Drehkreuzen „Hubs“.
So gibt es immer mehr Direktflüge, auch von Düsseldorf, Berlin, Hamburg aus, ohne extra an den ursprünglich vorgesehenen Hubs Frankfurt oder München umsteigen zu müssen. "Es ist höchste Zeit, endlich dieses ‚Damoklesschwert‘ für die Städte und Gemeinden im direkten Flughafen-Umland zu beseitigen und die Planungen endgültig zu beenden", so der VCD.
Zwar betone der Flughafen immer, er sei „auf gute Nachbarschaft“ mit dem Umland bedacht, gleichzeitig werde Kerosin immer noch nicht entschwefelt – noch nicht einmal schwefelarmes Kerosin wird am Flughafen München getankt, darauf weist Schreiber hin. Dies hätte rund um den Flughafen jedoch entscheidende Vorteile für die Gesundheit der Menschen. Entschwefeltes Kerosin erzeugt deutlich weniger Ultrafeinstaub, der eine große gesundheitliche Belastung darstellt.
Somit bleiben leider weiterhin Lärm und Schadstoffe in enormem Ausmaß zu ertragen … 30 Jahre Flughafen im Erdinger Moos – wahrlich kein Grund zum Jubeln!
Eine neue EU-Richtlinie schreibt schon bald die Messung von ultrafeinen Partikeln vor. Doch statt das Messnetz rund um den Münchner Flughafen auszubauen, will die Staatsregierung nur eine Station durch eine andere ersetzen. Die Kritik bleibt nicht aus.
Am Münchner Flughafen ist ein Airbus A380 im blauen Jubiläumsdesign eingetroffen – anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Lufthansa. 35 Mitarbeiter lackierten den Riesenflieger 34 Tage lang.
Der Flughafen München und Lufthansa sind sich einig: Man hat gravierende Fehler begangen, und es tue allen Beteiligten leid. Die Nacht, in der mehrere Flieger auf dem Rollfeld gelassen wurden, zieht jetzt Maßnahmen mit sich.