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Staatsregierung nimmt Risiken für Bevölkerung bewusst in Kauf
Der Bürgerverein Freising (BV Freising) wirft der Bayerischen Staatsregierung vor, die Gesundheit der Bevölkerung im Umfeld des Flughafens München erneut dem geplanten Flughafenausbau unterzuordnen.
Trotz jahrelanger Gesprächsanfragen an Staatsminister Florian Herrmann und
Finanzminister Albert Füracker bleibt eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung mit der Schadstoffbelastung aus.
Auch der jüngste Versuch, Ministerpräsident Markus Söder persönlich mit den gravierenden Gesundheitsrisiken zu befassen, blieb ohne Ergebnis. Ein beim CSU-Neujahrsempfang am 21. Januar 2026 übergebener Brief des BV Freising wurde nicht vom Ministerpräsidenten selbst beantwortet, sondern durch ein nichtssagendes Schreiben aus dem Finanzministerium.
Darin wird auf angeblich bereits erfolgte Erläuterungen der Flughafen München GmbH verwiesen und das „ewige Baurecht“ für die dritte Startbahn bestätigt.
Auffällig ist, was diese Antwort verschweigt: Kein Wort zu den extrem hohen Schadstoffkonzentrationen am Flughafen, kein Wort zur fehlenden Messung ultrafeiner Partikel aus Flugzeugtriebwerken direkt am Flughafen, kein Wort zur besonderen Belastung sensibler Einrichtungen wie der Kindertagesstätte Airport Hopser in unmittelbarer Nähe der Startbahnen, kein Wort zu den trotz Moratorium laufenden konkreten Planungen der FMG für den Bau einer dritten Startbahn ab 2028, kein Wort zu ignorierten Mehrheitsbeschlüssen der Fluglärmkommission oder zur anhaltenden Dialogverweigerung durch die zuständigen Minister A. Füracker und F. Herrmann.
Während an anderen europäischen Großflughäfen wie Schiphol längst präventive Arbeits- und Gesundheitsschutzprogramme etabliert sind und für Beschäftigte auf den Vorfeldern bereits Atemschutzmasken bereitgestellt werden, wird in München weiterhin beschwichtigt.
Beschäftigte und Öffentlichkeit werden mit der Aussage, die Luftqualität sei gut, in falscher
Sicherheit gewiegt.
Dabei liegt die Verantwortung klar bei der Bayerischen Staatsregierung. Mit wenigen, sofort wirksamen Maßnahmen ließe sich die Belastung für die Bevölkerung im Flughafenumland ebenso senken wie für die rund 40.000 Beschäftigten am Flughafen - einer der Orte mit der schlechtesten Luft in ganz Bayern.
Stattdessen setzt die Bayrische Staatsregierung unbeirrt nur auf Wachstum, Ausbau und
steigende Flugzahlen. Umsatz und Gewinn wiegen offenbar schwerer als die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.
Das vorliegende Antwortschreiben macht einmal mehr deutlich: Diese Politik ist kein Versehen, sondern eine bewusste Entscheidung gegen den Gesundheitsschutz von Menschen und für den maximalen Flughafenausbau.
Der BV Freising bekräftigt sein zentrales Anliegen, einen offenen und fairen Dialog zwischen Politik und Bürgerinnen und Bürgern führen zu wollen. Gerade beim Thema Gesundheit darf es keine Lücken geben. Ein ehrlicher Dialog ist dringend erforderlich.
Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen e.V.
Quelle: Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen e.V
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Etwa 500 Passagiere haben unfreiwillig eine Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen verbracht. Ihre Flüge waren donnerstags nach starken Schneefällen gestrichen worden. Warum es keine Busse gab, die sie zum Terminal bringen konnten, bleibt unklar.