19.01.2026 - Flughafenregion
Was das neue Jahr für die Flughafenregion bereithält
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Johannes Becher: „Widerstand gegen die Ausbaupläne nach wie vor dringend notwendig!“
Wer sich die aktuelle Jahresbilanz der Flughafen München GmbH anschaut, bekommt ein weiteres Mal vor Augen geführt, dass meilenweit kein Bedarf für eine dritte Start- und Landebahn besteht: 337.000 Starts und Landungen wurden im Jahr 2025 am Flughafen abgewickelt.
Möglich wären aber bis zu 480.000 Flugbewegungen pro Jahr. Zudem wird klar, dass sich der Flughafen München deutlich schlechter von der Coronakrise erholt als zum Beispiel der Flughafen Frankfurt. Nichtsdestotrotz lässt die Bayerische Staatsregierung unter Führung der CSU nicht von den Plänen für die dritte Bahn ab. „Für das neue Jahr heißt das: Wir dürfen uns in der Flughafenregion nicht einlullen lassen.
2025 hat gezeigt, dass die CSU alles dafür tut, um das Baurecht zu erhalten. Die Freien Wähler sind als Koalitionspartner leider zu schwach, um das Projekt endgültig zu Fall zu bringen. Der Widerstand gegen die dritte Startbahn ist so wichtig wie eh und je!“, stellt Johannes Becher, stellv. Fraktionsvorsitzender der Landtagsgrünen aus Moosburg klar.
Das sog. Moratorium sei reine Augenwischerei, erklärt Becher: Ein Beschluss für das Moratorium wurde von der Gesellschafterversammlung der Flughafen München GmbH (FMG) nie gefasst. Stattdessen wurden von der FMG weitere Grundstücke für den geplanten Bau einer dritten Bahn erworben. Zudem steht die dritte Bahn immer noch als Ziel im Landesentwicklungsplan des Freistaats.
Besonders bizarr findet Johannes Becher in diesem Zusammenhang den Internetauftritt des Freisinger CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Florian Herrmann: "Und ich bin froh, dass das Damoklesschwert einer 3. Startbahn für unsere Region Geschichte ist." So steht es seit einiger Zeit auf Herrmanns Homepage . „Entweder ist Herr Staatsminister Dr. Herrmann arg naiv, oder er betreibt bewusste Wählertäuschung. Beides ist bitter für unsere Region“, macht Johannes Becher deutlich.
Im Landtagswahlkampf 2023 hatte Dr. Florian Herrmann noch große Pläne für eine alternative Nutzung der Flächen für die dritte Startbahn als Solarpark versprochen. Eine aktuelle Anfrage von Johannes Becher (siehe Anhang) zeigt aber, dass die Projektidee schon seit Februar 2024 nicht mehr weiterverfolgt wird. Von Seiten des Flughafens gab es wohl nie ernsthaftes Interesse.
„Die Menschen in der Flughafenregion sind die Spielchen der CSU rund um die Causa dritte Startbahn leid. Auch hier: Wählertäuschung und politischer Stillstand! Eine dritte Startbahn steht, wie kaum ein anderes Projekt, für eine Politik der Vergangenheit, die den Schutz der Anwohner, des Klimas und der wichtigen Moorflächen mit Füßen tritt“, macht Johannes Becher klar.
„Der gemeinsame Kampf gegen die 3. Startbahn muss weitergehen und ich bin froh, dass die lokale Politik parteiübergreifend zusammensteht. Wer für die dritte Startbahn am Flughafen München ist, ist gegen den Landkreis Freising!“, so Johannes Becher.
Das Bündnis AufgeMUCkt bringt diesen Widerstand gegen die dritte Startbahn, gegen noch mehr Lärm und Schadstoffe in der Flughafenregion und für einen lebenswerten Landkreis Freising an diesem Mittwoch, den 21. Januar 2026 wieder auf die Straße: Anlässlich des Neujahrsempfangs der Freisinger CSU, zu dem auch Ministerpräsident Markus Söder erwartet wird, hat das Bündnis eine Demonstration vor dem Asamgebäude am Marienplatz Freising angemeldet. Treffpunkt ist um 18 Uhr.
Quelle: Johannes Becher, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag
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3. Startbahn